Stirbt während eines Abstammungsverfahrens der als Vater geltende Mann, so sind seine Eltern nach seinem Tod jedenfalls so lange nicht am Verfahren zu beteiligen, wie nicht ein hierzu berechtigter übriger Beteiligter fristgerecht gem. § 181 FamFG die Fortsetzung des Verfahrens verlangt. Die Beteiligung am Abstammungsverfahren regelt § 172 FamFGiVm § 7 II Nr. 1 FamFG:  

Das die Eltern des Kindesvaters – ebenso wie seine sonstigen nächsten Verwandten – zu dessen Lebzeiten zu diesen Mussbeteiligten gehört, wird zu Recht von niemandem vertreten, denn sämtliche rechtlichen und verwandtschaftlichen Beziehungen zunm Kind stellen siuch für sie nur als Reflex des Verwandschaftsverhältnisses zum Kindesvater dar.  Daran ändert auch der Tod des Kindesvaters nicht.

Das Verfahren befindet sich in Schwebezustand; das Gericht hat gem. § 181 S.1 FamFG die übrigen Beteiligtnen darauf hinzuweisenm, dass ds Verfahren nur fortgesetzt wird, wenn ein Beteiligter dies innerhalb einer Frist von einem Monat durch Erklärung ggü dem Gericht verlangt. Ohne ein scht verlangt. Ohne ein solches Verlangen gilt das Verfahren gem. § 181 S. 2 FamFG als in der Hauptsache erledigt. 

(BGH v. 28.07.2015, XII 670/14 und XII ZB 671/14 (NJW 2015, 2888; bestätigt durch BVerfG v. 23.11.2015, 1 BvR 2269/15, welches die Beschwerde hierzu nicht angenommen hat).

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